Nerchauer Schützenverein 1882 e.V.

Geschichte

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen ein wenig aus der Geschichte des Schützenvereins 1882 e.V. erzählen. Alles begann am 12. Juni 1882.....

1882-1892 Die Schützengesellschaft zu Nerchau

wurde am 12. Juni 1882 von den Herren Richard Lorenz und Thoedor Wötzold sowie Ernst Dietze, Karl Krebs, Gustav Schmidt und Gottlieb Bernhard sowie unter Beihilfe Ehregott Kunze, Franz Friedrich, Ehregott Schmidt, Wilhelm Kretzschmar, Karl Schneider des Herrn Bürgermeister König, welcher gleichzeitig zum Ehrenmitglied ernannt wurde und den übrigen Herren Stadtgemeindemitgliedern gegründet. Im Jahre 1884 am 20. Juni war der Bau der Schießmauer und Schießhalle, deren Grundsteinlegung am 30. April feierlich stattfand -gebaut von Herrn Baumeister Carl Schneider – fertig, so daß am 13. Juli die Einweihung unter Teilnahme der Herrn Hohl, Kümmelmann, Irmisch, Bürstenmacher Schneider und Oelschlägel in Grimma sowie obiger und der neu hinzugetretenen Herren Louis Hessel, Heinrich Mundherike, Heinrich Liebscher, Edwin Rossberg, Karl Hermsdorf, Dr. med. Kopsel hier und Robert Lindner, Würschwitz stattfand. Im Jahre 1885 traten der Gesellschaft die Herren Franz Kupfer, Gustav Metzler, Julius Kappes hier und Moritz Pfütze, Thümmlitz, im Jahre 1886 die Herren Fabrikbesitzer Richard Hessel, Robert Zieger, Theodor Geißler, Otto Müller, Ernst Pfütze, Richard Zieger, Ludwig Döche, Franz Schuster, Theodor Fritzsche hier, Julius Buchheim, Golzern und Franz Fleischer, Würschwitz als Mitglieder bei und wurde am 18. April in einer Generalversammlung die Abhaltung des ersten Schützfestes, welches am 6., 7. und 8. Juni stattfand, beschlossen. Zu demselben waren die Schützengesellschaften Grimma, Lausigk, Wurzen, Mutzschen und Förstgen eingeladen und sehr zahlreich erschienen. Den besten Schuß auf die Königsscheibe gab Herr Baumeister Karl Schneider ab und wurde derselbe von der Schützengesellschaft unter großem Jubel als König Karl der I. ernannt. Unter dieser Regierung traten die Herren Gustav Kleine, Golzern, Karl Däbert, Heinrich Heinemann, Adolf Hermann Wolf, Ehregott Müller, Hermann Hessel, Dr. med. Bloedorn, Hermann Gruhl, Ernst Hempel, Franz Haberkorn hier und Oskar Hempel, Schmorditz als Mitglieder bei. Das zweite Schützenfest fand am 18. September 1887 statt und wurde Herr Heinrich Liebscher, Heinrich der I. genannt, König. Dessen Regierung dauerte kein Jahr, denn am 17., 18. und 19. Juni 1888 fand das dritte Schützenfest statt. Unter Heinrich dem I. sind folgende Herren der Gesellschaft beigetreten: Herr Richard Fröbe, Ernst Lamprecht, Otto König, Hermann Müller, Hermann Kretzschmar, Karl Kohlbach, hier und Reinhard Glauch, Deditz.
Beim dritten Schützenfeste, welches, wie schon erwähnt, am 17., 18., und 19. Juni 1888 stattfand, errang Herr Otto Müller die Würde des Königs und traten während seiner Regierung die Herrn Otto Haferland, Bernhard Hillert, Moritz Kahle, Heinrich Däbert, Ernst Viehweger, Bernhard Eichler Willy Thieme, Hermann Prengel, Robert Curth hier, Franz Haberkorn, Schmorditz und Gründel, Gornewitz bei.
Das 4. Schützenfest fand am 23., 24. und 25. Juni 1898 statt, bei welchem Herr Oskar Hempel, Schmorditz als bester Schütze und zum König Oskar der I. ernannt wurde, während seiner Regierung traten der Gesellschaft Herr Friedrich Hennig, Friedrich Görlitz, Ferdinand Kaimar, Karl Hempel, Otto Rose, Heinrich Thalmann, hier Heyde Gornewitz, Richard Sandner und Richard Richter, Schmorditz bei.
Das fünfte Schützenfest fand am 22., 23. und 24. Juni 1890 statt, den besten Schuß gab Herr Richard Zieger ab und wurde dieser als Richard der I. zum Schützenkönig ernannt. Zur Gesellschaft traten als Mitglieder: Herr Reinhard Noack, Hermann Weise, Karl Kretzschmar, Moritz Gey, Bruno Müller, Friedrich Köhler hier, Hermann Zschunke, Neichen, Hermann Fleischhammer, Würschwitz und Gustav Kupfer, Zöhda bei.
Das sechste Schützenfest fand am 21., 22. und 23 Juni 1891 statt, beim Königsfrühstück ernannte die Gesellschaft Herrn Bürgermeister Kaulisch zum Ehrenmitglied derselben. Den besten Schuß auf die Königsscheibe gab Herr Richard Lorenz ab und wurde deshalb als Richard der II. zum Schützenkönig ernannt. Während seiner Regierung traten Herr Gustav Stendel, Otto Junghanns, Ernst Berge, Paul Kliemann, Paul Kühne, Hermann Kelber, Richard Höde, Ernst Richter, Hermann Friedrich, Emil Kunze, Franz Freigang, Richard Zeug, Gustav Weithase, Louis Schmdit, Grimma und Ernst Eschke, Schmorditz der Gesellschaft bei.
Das siebente Schützenfest, bei welchem Herr Ernst Hempel für Herrn Eschke, derselbe war nicht zugegen, schoß und den besten Schuß abgab, wurde Herr Ernst Eschke als Ernst der I. König, dieselbe fand am 19., 20. und 21. Juni 1892 statt. Als Mitglieder traten die Herrn Julius Pfütze, Theodor Pfütze, Richard Hans, Grottewitz und Hermann Robner, hier bei.
98 ist bis zum heutigen Tage die Zahl der als Mitglieder Angemeldeten und Aufgenommen und 81 den Bestand derselben.
Es machte sich der Bau eines neuen Schützenhauses an Stelle des alten Bretterhäuschens nötig, der Raum war zu klein, da die Gesellschaft von Jahr zu Jahr stärker wurde.
Am 24. November 1891 wurde in einer Hauptversammlung unter Punkt 4 den Bau eines Schützenhauses auf Aktien zu unternehmen beschlossen und die betreffende Baukommission aus der Mitte der Mitglieder: Herr Bürgermeister Kaulisch, Hermann Hessel, Hermann Wolf, und Franz Friedrich, aus der Mitte des Ausschusses Herr Wilhelm Kretzschmar, Richard Zieger und Robert Kurth gewählt. Der hochedle Stadtgemeinderat trat der Gesellschaft den Bauplatz unentgeltlich ab und erließ ihn auch den Festplatz auf vorläufig 50 Jahre für 15 Mark Pacht pro Jahr. Den Bau führen die Herren Baumeister Karl Schneider und Franz Schuster aus.

Am heutigen Tage, Nachmittag 3 Uhr findet nun die Grundsteinlegung zum neuen Schützenhause statt und sind zu Ehren denselben Herr Pfarrer Ludwig, die Herren Lehrer, das städtische Kollegium und die Herren Aktionäre eingeladen.

Nerchau, den 22. November 1892 
Hermann Thoedor Woetzold, 
Anfertiger dieser Urkunde 
Der Vorstand: Der Ausschuß: 
Heinrich Liebscher, Vorsitzender Robert Kurth 
Richard Lorenz, Stellvertreter Vorsitzender Franz Schuster 
Theodor Woetzold, Kassierer Richard Zieger 
Bernhard Noack, Schriftführer Wilhelm Kretzschmar 
Bernhard Eichler, Stellvertreter 
U r k u n d e   d e r 
Schützengesellschaft zu Nerchau 
1927/1928 
Gestiftet von 
S. M. Paul Dietze in Würschwitz 
am 14. Februar 1928

1892-1909 Eine Abschrift von vorstehender Urkunde...

..wurde bei der am 22. November 1892 statt gefundenen Grundsteinlegung zum Bau des neuen Schützenhauses mit eingemauert.
Das 8. Schützenfest fand am 18., 19. und 20. Juni 1893 statt. Die Königswürde errang sich Herr Bürgermeister Berger, Trebsen.
Aufgenommen wurden als aktive Mitglieder die Herren August Engemann, Emil Grötzsch, Bernhard Hennig, Nerchau, Gutsbesitzer Otto Arnold und Gastwirt Robert Sturm, Gornewitz und als passives Mitglied Gutsbesitzer Wetzig, Nerchau.
Es wurden 1.500,00 Mark zum Bau einer Musikhalle und Abortanlagen bewilligt. Ferner wurden 8.000 Mark Aktien, welche unverzinslich sind, aufgelegt und beschlossen, Inventar anzuschaffen. Man wünscht noch die Rechte einer juristischen Person zu erlangen.
Das Abhalten von Singspielen wurde der Gesellschaft von der Behörde nicht erlaubt, die Genehmigung muß jedesmal vom Pächter eingeholt werden. Der Schützenhausbau kostet 12.000,00 Mark. Am 9. Dezember wurden die ersten Aktien, 13 Stück ausgelost.
Das 9. Schützenfest fand am 17., 18. und 19. Juni 1894 statt. Bei demselben errang sich die Königswürde Herr Gutbesitzer Otto Arnold, Gornewitz
Der Gesellschaft traten bei die Herren Illgen, Bauch, Alexander Apelt, Hermann Pfütze, Arno Graul, Lochmann, Scheinpflug und Ferdinand Foll. Ihren Austritt meldeten die Herren Otto Rose und Robert Ziegner. Es wurde beschlossen, zur Ausgabe von Speisen und Getränken vom Büfett nach der Schießstube ein Fenster anzubringen, ferner auch Ventilation über den Kronleuchter. Der Ankauf der Schützenwiese wurde in Erwägung gezogen und eine zweite Trommel angeschafft. Die Budenbesitzer suchen um Erlaß der Armenkasse nach. Der Grund und Boden, worauf das Schützenhaus steht, soll der Stadt abgekauft werden. In der Hauptversammlung beschließt man, um die Erlangung der Rechte einer juristischen Person nachzusuchen. Es wurden 13 Stück Aktion ausgelost.
Das 10. Schützenfest wurde am 23. 24. und 25 Juni 1895 abgehalten. Den besten Schuß auf die Königsscheibe gab Herr Gutsbesitzer Robert Kurth ab.
Unter dessen Regierung traten der Gesellschaft die Herren Paul Haferkorn, Bernhard Schmidt, Prokurist Dörfflinger, Rentier Helbig und Joh. Goergi bei; abgemeldet hat sich Herr Bauch. Rechtsanwalt Dr. Brunner, Grimma referiert über die Erlangung der Rechte einer juristischen Person. Bürgermeister Kaulisch sammelt für den Fahnenfond. Die Verpachtung des Schützenhauses soll ausgeschrieben werden. Es wurden 13 Aktien ausgelost.
Das 11. Schützenfest fand am 21., 22. un d 23. Juni 1896 statt. Bei demselben errang sich Herr Wilhelm Kretzschmar die Königswürde.
Abgemeldet hat sich Herr Karl Lochmann. Herr Bürgermeister Kaulisch wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Für den Bauplatz, 72 Ruthen groß, beträgt die Kaufsumme 200 ,00 Mark. Ein Vorschlag von Heinrich Schneidawind, das Schützenhaus auch im Winter offen zu halten, fand keine Unterstützung. Es wurden wieder 13 Aktien ausgelost. In diesem Jahr wurden 2 Hauptversammlungen abgehalten, weil gegen die Wahl der 2 Vorstandsmitglieder Liebscher und Noack vom Amtsgericht Rekurs erhoben wurde, weil dieselbe entgegen der statutischen Bestimmungen durch Zuruf erfolgt ist.
Das 12. Schützenfest wurde am 20., 21. und 22. Juni 1897 abgehalten. Den besten Schuß auf die Königsscheibe gab Herr Franz Schuster ab.
Unter seiner Regierung traten der Gesellschaft folgende Herren bei: Bruno Taubert, Louis Kötz, Pflug, G. Kretzschmar, M. Schmidt; dagegen meldeten sich ab: Baumeister Held, Trebsen, August Engeman und Franz Zaspel, Nerchau. Bürgermeister Kaulisch stiftet 100,00 Mark, die Zinsen davon sind für den zweitbesten Schuß auf die Königsscheibe bestimmt. Herr Thoedor Woetzold legt sein Amt als Kassierer der Gesellschaft nieder; sein Nachfolger wird Herr Franz Friedrich. Herr Woetzold wird unter Überreichung eines Diploms zum Ehrenmitglied ernannt. Es wurden wieder 13 Stück Schuldscheine ausgelost.
Das 13. Schützenfest fand am 19., 20. und 21 Juni 1898 statt. Bei demselben errang sich Herr Franz Friedrich die Königswürde.
Unter seiner Regierung traten der Gesellschaft bei die Herren Theodor Pautze, Albrecht, Baumann, Steinbach, Nerchau und Brauereibesitzer Frohberg, Grimma. Herr Kommerzienrat Richard Hessel stiftet 100,00 Mark für den Fahnenfond. Es wurden wieder 13 Schuldscheine ausgelost. Das 14. Schützenfest wurde am 25., 26. und 27. Juni 1899 abgehalten. Den besten Schuß auf die Königsscheibe gab Herr Karl Kohlbachab.
Während seiner Regierung traten der Gesellschaft bei: Die Herren Eduard Neumann, Karl Holzhausen, Richard Müller und Konditor Schindler. Abgemeldet haben sich die Herren Ferdinand Kaimar und Bürgermeister Berger, Trebsen. Von Herrn Kohlbach wird angeregt, daß auch die Könige an den Vorstands-und Ausschußsitzungen mit teilnehmen sollen. Da eine günstige Gelegenheit gegeben ist, um die volle Schankkonzession zu erlangen, soll ein Gesuch an die Amtshauptmannschaft eingereicht werden. Unter Kohlbachs Königswürde meldeten ihre Mitgliedschaft noch folgende Herren an: Gustav Dietze, Kupferschmidt Nerchau, Hermann Seidel, Ehregott Seidel, Hermann Schmaler, Wilhelm Güttner, Eduard Seidel, Fremdiswalde, Reinhold Seidel, Grimma, Oswin Kötz, Grottewitz, Max Glauch, Deditz und Richard Gaitzsch, Nerchau. Es wurden 13 Anteilscheine ausgelost.
Das 15. Schützenfest fand am 24. 25. und 26. Juni 1900 statt. Die Königswürde errang sich an diesem Herr Hermann Zschunke, Neichen
Schützenhauspächter Lorenz tritt vom Pachtvertrag zurück. Herr Gustav Dietze wird Pächter gegen einen järhlichen Pachtbetrag von 300,00 Mark. Wie alljährlich findet die Auslosung von 13 Schuldscheinen statt. Das 16. Schützenfest fand am 23. 24. und 25. Juni 1901 statt. Bei demselben gab Herr Ernst Berge den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Während seiner Regierung wurden als Mitglieder aufgenommen die Herren Max Beck und Albin Winkler, Oelschütz, Arno Semmig, Würschwitz, Franz Eschke, Schmorditz, Richard Gruhl, Nerchau. Abgemeldet hat sich Brauereibesitzer Frohberg, Grimma. Es wurden 13 Stück Aktien ausgelost. Auf Anregung von Herrn Bernhard Hennig soll eine Schützeneskadron gegründet werden.
Das 17. Schützenfest, welches wegen Landestrauer um 8 Tage verschoben wurde, fand am 29. und 30. Juni und am 1. Juli 1902 statt.
Bei demselben errang sich Herr Theodor Pautze die Königswürde.
Als Mitglieder meldeten sich während seiner Regierung die Herren Karl Schrögel, Otto Tannenberg, Oskar Donner, Richard Pötzsch, Moritz Oehmichen, Hermann Kauerhof und Restaurateur Fleck an. Abgemeldet haben sich die Herren Guido Kretzschmar, Gemeindevorstand Eschke und Franz Eschke. Ein Gesuch, Tanzgenehmigung betreffend, wurde vom Bezirksausschuß abgelehnt. Baumeister Paul Schwalbe wird in die Gesellschaft aufgenommen. Ausgelost wurden wieder 13 Stück Aktien.
Das 18. Schützenfest fand am 21., 22. und 23 Juni 1903 statt. Bei demselben gab Herr Paul Kliemann den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
In die Gesellschaft wurden aufgenommen die Herren August Vogel und Bäckermeister Paul Bürger. Abgemeldet haben sich die Herren Richard Höhde, Otto Haferland und Robert Kurth. Herr Heinrich Mühler legt, durch Verhältnisse gezwungen, sein Amt als Zieler nieder, für seine langjährigen treuen Dienste ehrt und dankt ihm die Gesellschaft durch Erheben von den Plätzen. Herr Franz Theile wird sein Nachfolger. Die Anschaffung einer Fahne wurde einstimmig beschlossen, ferner die Anschaffung eines Fahnenschrankes. Die Anlegung einer Aschengrube macht sich nötig. Es wurden 13 Stück Aktien ausgelost.
Das 19. Schützenfest wurde in der Zeit vom 19. und 21. Juni 1904 abgehalten. Bei demselben gab Herr Bernhard Hennig den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
In die Gesellschaft wurden aufgenommen die Herren Max Döche, Nerchau, Richard Richter, Schmorditz, Theodor Richter, Hohnstädt, Paul Lessig, Wednig, Rudolf Probsthain, Pauschwitz, Musikdirektor Wolschke, Grimma und Julius Böhm, Nerchau. Es wird die Anschaffung eines Tanzzeltes beschlossen, dasselbe soll 1.800,00 Mark kosten. Mit der Ausführung derselben wurden die Herren Franz Schuster und Otto Pfütze beauftragt. Dazu sollen auch noch 12 Stück Tafeln angefertigt werden. Ferner soll noch eine Zugscheibe angeschafft werden. Ausgelost wurden wieder 13 Stück Anteilscheine.
Das 20. Schützenfest fand Juni 1905 statt. Bei demselben gab am 25., 26. und 27. Herr Oswin Kötz, Grottewitz den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Der Gesellschaft traten als Mitglieder bei die Herren Alfred Neiche, Max Vogtländer, Ernst Ellrich, Max Krake, Nerchau und Dr. med. Riedel, Trebsen. Abgemeldet hat sich Herr Otto Tannenberg. Es wurden wieder 13 Stück Schuldscheine ausgelost.
Das 21. Schützenfest fand am 24., 25. und 26 Juni 1906 statt. Bei demselben errang Herr Theodor Lange die Königswürde.
Der Gesellschaft traten bei die Herren Max Böhlig, Robert Bärwald, Arno Stolze, Tierarzt Hambach, Nerchau, Max Nerche, Serka und Arno Leipnitz. Mit dem Pfarramt Cannewitz wird betreffs der Wiesenparzelle ein Pachtvertrag abgeschlossen. Die Pachtsumme soll pro Jahr 25,00 Mark betragen. Es wurden wieder 13 Stück Schuldscheine ausgelost.
Das 22. Schützenfest wurde am 23., 24., 25. und 26. Juni 1907 abgehalten. Bei demselben gab Herr Ernst Heynke, Golzern den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
In die Gesellschaft wurden aufgenommen die Herren Paul Holzhausen, Emil Schwalbe, Max Graul, Reinhard Crämer, Paul Herfurth, Willy Bräuer und Franz Bechtmann, Nerchau. Durch Tod scheiden aus die Herren Richard Zieger, Oswald Schneider, Hermann Obst, Bernhard Hennig und Franz Friedrich. Es wurde beschlossen am 2. Februar 1908 einen Maskenball im Gasthof zum Gambrinus abzuhalten. Herr Theodor Pautze wurde als Platzmeister gewählt.
Der Fahnenfond ist auf 1.000,00 Mark angewachsen. Zum 25jährigen Jubiläum eine Fahne anzuschaffen, wurde mit 20 gegen 9 Stimmen abgelehnt, dagegen beschließt man 1 Bierapparat, eine dritte Trommel, ferner eine Klingelanlage am Schießstand und 2 Flaggen anzuschaffen.
Das Schützenhaus wurde an Herrn Hermann Obst für einen jährlichen Pachtpreis von 400,00 Mark verpachtet (siehe oben: dessen durch Tod erfolgtes Ausscheiden). Das 23. Schützenfest fand am 21., 22. und 23. Juni 1908 statt. Bei demselben wurde von Herrn Bruno Taubert der beste Schuß auf die Königsscheibe abgegeben.
Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Otto Geißler, Gastwirt Loff, Bürgermeister Leicht, Beamtenschuldirektor Döhler, Alfred Hermsdorf und Max Märker, Nerchau. Die Gesellschaft beteiligt sich an dem Wettinbundesschießen in Wurzen und schließt eine Gastpflichtversicherung mit "Nordstern" ab. Es wurden wieder 13 Aktien ausgelost.
Das 24. Schützenfest fand am 20., 21. und 22. Juni 1909 statt. Bei demselben gab Herr Ernst Berge den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Zur Mitgliedschaft haben sich gemeldet die Herren Moritz Kauerhof und Albin Hessel, Nerchau. Herr Heinrich Liebscher gehört der Gesellschaft seit 1884 an, kann also auf eine 25jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Er wird durch Überreichung einer Ehrenurkunde und eines tragbaren Abzeichens geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt. Herr Karl Kohlbach beschafft 3 Linden zur Anpflanzung. Es wurden 13 Schuldscheine ausgelost.

1910-1919 Das 25. Schützenfest

.. fand am 19., 20. und 21. Juni 1910 statt.
Bei demselben gab Herr Hermann Kauerhof den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Paul Kühne, Max Haase, Martin Fischer, Woldemar Kulk, Richard Sieber, Max Seidel, Erich Patzsch, Max Lötzsch, Paul Zeisig und Willy Lehmann, Nerchau.
Am 20. Februar 1910 übernimmt Herr Paul Kühne die Bewirtschaftung des Schützenhauses. Es wird beschlossen, eine Fahne anzuschaffen. Herr Paul Schwalbe übernimmt für den erkrankten Kassierer Wötzold einstweilen dessen Posten. Es erfolgte die Auslosung von 13 Stück Schuldscheinen. Das 26. Schützenfest wurde am 18., 19. und 20. Juni 1911 abgehalten. Bei demselben errang Herrn Max Glauch, Deditz die Königswürde.
Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Franz Fritzsch, Richard Wagner, Otto Schneider, Otto Winkler, Nerchau, Franz Eschke, Schmorditz, Oswin Hentschel, Zöhda, Hermann Steuber, Golzern. Durch Tod scheiden aus die Herren Kommerzienrat Hessel, Theodor Wötzold und Hermann Müller. Da man zur Anbringung des königlichen Wappens in der Fahne keine Genehmigung erhielt, beschließt man, das Stadtwappen in derselben anzubringen. Herr Pfarrer Dr. Hoppe hält die Festrede bei der am 18. Juni 1911 stattgefundenen Weihe der Fahne. Als erster Fahnenträger wurde Herr Arno Stolze und Herr Ernst Vieweger als Kassierer gewählt. Herr Karl Schneider stiftet einen Betrag von 450,00 Mark als "Karl-Schneider-Stiftung". Um den Besuchern des Schützenhauses einen Ausblick in das schöne Muldental zu verschaffen, beschließt man, eine Veranda anzubauen. Es findet die Auslosung von 13 Stück Schuldscheinen statt.
Am 23., 24. und 25. Juni 1912 fand das 27. Schützenfest statt. Die Königswürde bei demselben errang Herr Otto Pfütze. Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Hugo Dittrich, Nerchau und Gustav Hoffmann, Schmorditz. Herr Paul Holzhausen wird als Schriftführer gewählt. Herr Max Glauch wird zum Vorsitzenden gewählt und der bisherige Vorsitzende Herr Heinrich Liebscher zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Herr Karl Kohlbach stiftet einen Betrag von 200,00 Mark. Die Zinsen davon soll derjenige Schütze erhalten, der den drittbesten Schuß auf die Königsscheibe abgibt. Man beschließt, nach dem Schützenhause Gasleitung legen zu lassen. Vom Verschönerungsverein ist versucht worden, den Schützenplatz als Eisbar herzurichten. Infolge Schwierigkeiten hat man davon Abstand genommen. Es wurden 13 Stück Schuldscheine ausgelost, so daß noch 87 Stück auszulosen sind. Das 28. Schützenfest fand am 22., 23. und 24. Juni 1913 statt. Bei demselben gab Herr Alfred Nerche den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Die Herrn Karl Kohlbach, Reinhard Glauch und Franz Haferkorn wurden zur Ehrenmitgliedern ernannt. Herr Franz Schuster leen sein Amt als stellvertretender Vorsitzender nieder, Herr Ernst Berge wird dessen Nachfolger. Herr Max Döche wird nun in den Ausschuß gewählt. Die Statuten sollen gänzlich erneuert werden. Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Paul Kretzschmar und Paul Beurich. Durch Tod ausgeschieden sind die Herren Paul Däberitz, Karl Kohlbach und Friedrich Görlitz. Die Sanitätskolonne vom Roten Kreuz tritt nun als Mitglied bei. Zur Auslosung gelangten wieder 13 Stück Schuldscheine.
Das 29. Schützenfest fand am 21., 22. und 23. Juni 1914 statt. Bei demselben gab Herr Max Döche den besten Schuß auf die Königsscheibe ab. Aufgenommen wurden die Herren M. Eckart, R. Berger, Nerchau und R. Röder, Golzern. Durch Tod ausgeschieden sind die Herren Theodor Pfütze, Ernst Vieweger und W. Kretzschmar. Anstelle des verstorbenen Kassierers Ernst Vieweger wird Herr Louis Kötz gewählt. Die neuen Statute werden nach einigen Abänderungen angenommen und Herr Bernhard Noack beauftragt, davon 300 Stück in Druck anzufertigen. Herr Max Döche stiftet ein Schießfenster, Herr Max Haase ein zweites desgleichen. Kriegsausbruch Außer vielen anderen Schützenbrüdern ist auch der Vorsitzende Herr Max Glauch zur Fahne einberufen worden. Als dessen Stellvertreter übernimmt Herr Ernst Berge die Leitung der Gesellschaft. Man stiftet dem Roten Kreuz einen Betrag von 25,00 Mark sowie weitere 100,00 Mark für Bedürftige der Stadt. Vergnügungen und angesetztes Preisschießen fallen aus. Die im Feld stehenden Schützenbrüder erhalten Liebesgaben. Kamerad Krake erhält 2 Spenden von je 20,00 Mark. Kriegsteilnehmer wurden von Steuern befreit. Schützenkönig Herr Max Döche schenkt der Gesellschaft 10 Gewehre (Modell 71).

1915

Aufgenommen wurde Herr Woldemar König. Neuwahlen fanden in diesem Jahre nicht statt. Die Gesellschaft bildet wehrfähige Männer im Schießen aus. Es wurden wieder Liebesgaben ins Feld geschickt. Schützenbruder Zeisig stiftet eine Kiste gute Zigarren. Ehrenvorsitzender Herr Heinrich Liebscher verzichtet auf die ihm jährlich für Aufbewahrung der Fahne zustehenden 15,00 Mark. Der Schützenhauspacht wird auf 200,00 Mark festgelegt. Die oben erwähnten 10 Stück Gewehre wurden von der Militärbehörde eingezogen. Der Schriftführer Herr Paul Holzhausen wird zur Fahne einberufen, seinen Posten übernimmt Herr Martin Fischer, dessen Stellvertreter wird Herr Paul Herfurth. Die Schützenwiese wird dem Landsturm, Bataillon Golzern zum Exerzieren zur Verfügung gestellt. Durch Herrn Beamtenschuldirektor Krause findet auf der Schützenwiese die Benagelung eines Kriegskreuzes statt. Es wurden 13 Schuldscheine ausgelost.

1916

Zur Zeit stehen 38 Schützenbrüder im Feld. Für die Schützenhausbewirtschaftung wird der Pachtpreis auf 100,00 Mark herabgesetzt.

1917

Während der Dauer des Krieges werden die jährlichen Vereinssteuern von 8,00 Mark auf 5,00 Mark herabgesetzt. Für die zum Verkauf uns gebotene Tanzzeltplane geht ein Gebot von 7,00 Mark pro Meter ein, wofür dieselbe verkauft wird.

1918

In diesem Jahr ist eine Tätigkeit nicht nachzuweisen, ein Protokoll existiert nicht.

1919

Die zurückgekommenen Kriegsteilnehmer werden im "Feldschlößchen" begrüßt und die Gefallenen: Paul Zeisig und Martin Fischer durch Erheben von den Plätzen geehrt. Der stellvertretende Vorsitzende Herr Ernst Berge übergibt die Leitung der Gesellschaft dem Vorsitzenden Herrn Max Glauch. Schützenkönig Herr Max Döche stiftet eine Ehrentafel für unsere Gefallenen. In diesem Jahre wurde ein Schützenfest ohne Königsschießen abgehalten. Aufgenommen wurden die Herren Hans Adam, Reinhold Fritzsche, Reinhold Schneider, Arthur Weise und Max Pfütze, Nerchau und Gastwirt Hille, Golzern. Herr Theodor Pautze wird zum Platzmeister gewählt.

1920-1926 Das Jahr 1920

Das Schützenfest fand am 23., 24. und 25. Juni statt. Herr Max Döche wird nach 6jähriger Königswürde durch Herrn Arno Semmig, Würschwitz, welcher den besten Schuß auf die Königsscheibe abgab, abgelöst.
Als Mitglieder fanden Aufnahme die Herren Otto Schulz, Walter Böhm, W. Thiele, P. Münch, Arno Lindner, Arno Gruhl, Nerchau, Paul Dietze, A. Rost, Würschwitz und A. Förster, Thümmlitz. Vorsitzender Herr Max Glauch ist erkrankt und befindet sich zur Operation in der Leipziger Klinik. Herr Ernst Berge leitet die Vereinsgeschäfte. Durch Tod schieden aus: Herr Max Glauch, Deditz und Herr Louis Hantschmann, Cannewitz.

1921

Das 31. Schützenfest fand am 10., 11. und 12. Juli statt. Bei demselben gab Herr Moritz Oehmichen den besten Schuß auf die Königsscheibe ab. Während seiner Regierung wurden aufgenommen die Herren W. Riedel, Paul Vogel, M. Bretschneider, Otto Pallas, Nerchau, Max Andrä, Alfred Hantschmann, Cannewitz, Alfred Hörig, Deditz. Erich Knobloch, Grottewitz, O. Kost, Gornewitz und Ed. Kupfer, Zöhda. Herr Otto Pfütze wird als Vorsitzender, Herr Ernst Reißig in den Ausschuß gewählt. Die Cannewitzer Pfarrwiese wird auf 5 Jahre bis 1926 gepachtet, Pachtpreis ist 120,00 Mark pro Jahr. Es ist angeregt worden, anstelle unserer Joppe die deutsche Schützenuniform einzuführen. Man beschließt aber, dieselbe beizubehalten, weil sie schön aussieht und sich den Joppen anderer Gesellschaften gegenüber vorteilhaft abhebt. Es wurden 13 Stück Schuldscheine ausgelost.

1922

Das 32. Schützenfest fand am 9., 10. und 11. Juni statt. Bei demselben errang Herr Waldemar König die Königswürde. Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Richard Schmidt, Karl Hessel und Hermann Binder, Nerchau und O. Winkler, Oelschütz. Infolge der festgesetzten Geldentwertung (Inflation) haben Veranstaltungen, Steuerregulierungen usw. sehr zu leiden. Die eingesetzten Betriebsräte sind dagegen, daß zum Schützenfest mit Gewehr ausgezogen wird und haben deshalb eine Eingabe an die königliche Amtshauptmannschaft gerichtet. Zur Auslosung gelangten 13 Stück Schuldverschreibungen.

1923

Dieses Jahr steht im Zeichen der Inflation. Der Pachtpreis für das Schützenhaus wird auf 50.000,00 Mark festgesetzt. Am 27.4. beschließt man, die Steuern vierteljährlich mit 1.000,00 Mark zu erheben. Das Schützenfest findet am 8., 9. und 10. Juli statt. Bei demselben gab Herr Franz Eschke, Schmorditz den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Die Musik stellt Herr Trinks für 400.000,00 Mark. Den Bierausschank beim Wettreiten wird für 10.000,00 Mark vergeben. Das Feuerwerk kostet 350.000,00 Mark. Schützenfestabrechnung: Ausgaben 3.146.000,00 Mark Einnahmen 2.908.635,00 Mark mithin ein Fehlbetrag von 237.365,00 Mark. Zur Deckung derselben stiftet der Vorsitzende Herr Otto Pfütze 100.000,00 Mark, Herr Alfred Käbisch übernimmt die Begleichung der letzten Margaritenrechnung in Höhe von 144.000,00 Mark. Als Mitglieder fanden Aufnahme die Herren Max Richter und Wilhelm Weidel, Schmorditz und Max Schwarze, Cannewitz. Am 30. 11. beschließt man in einer Ausschußsitzung, die Steuern wertbeständig zu erheben. Es findet wieder die Auslosung von Schuldscheinen statt. Mit dieser sind nun alle Schuldscheine in Höhe von 8.000,00 Mark ausgelost. Die ungedeckten 4.000,00 Mark sind als Hypothek auf das Schützenhaus eingetragen.

1924

Bei dem am 29., 30. Juni und 1. Juli abgehaltenem Schützenfest errang Herr Paul Fritzsche die Königswürde. Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Fr. Bandrock und Georg Pfütze, Nerchau, Albin Böttger und Erich Petzold, Gornewitz. Obenerwähnte Hypothek wird zur Aufwertung angemeldet. Der Schützenhauspächter erbittet sich, 300,00 Mark Goldwährung als Pacht zu zahlen. Das Schützenhaus wird durch Herrn Malermeister Otto Böhme neu hergerichtet. Herr Arno Semmig legt seine Funktion als Rittmeister nieder, als dessen Nachfolger wird Herr Paul Dietze bestimmt. Da der Tanzsalon baufällig geworden ist, wird beschlossen, einen neuen anbauen zu lassen. Die hierbei nötigen Vorarbeiten werden einer Kommission übertragen. Am 75jährigen Jubiläum des Männergesangsvereins nimmt die Gesellschaft teil. Als Jahressteuern beschließt man 8.00 Mark zu erheben.

1925

Das Schützenfest fand am 28., 29. und 30. Juni statt. Bei demselben errang Herr Reinhold Schneider die Königswürde. Als Mitglieder fanden Aufnahme die Herren Karl Baldauf und Willy Bauer, Nerchau, ferner Otto Gey, Golzern, Förster Büttner, Döben, Erich Born, Fremdiswalde und Max Schneiderheinze, Golzern. Durch Tod schied aus Herr Reinhard Seidel, Grimma, welcher der Gesellschaft 35 Jahre angehörte. Die Gesellschaft beteiligt sich am 40jährigen Jubiläum des Turnvereins und stiftet 30,00 Mark zum Ankauf eines Ehrengeschenkes.
Die Veranda ist baufällig geworden. Man beschließt, dieselbe neu in Beton herstellen zu lassen und überträgt die Ausführung Herrn Baumeister Otto Pfütze. Der Schützenhauspächter, Herr Paul Kühne zahlt einen jährlichen Pacht von 300,00 Mark und für Abnutzung des Inventars 150,00 Mark, zusammen also 450,00 Mark. Die Steuern werden auf jährlich 12,00 Mark erhöht. Der Vorsitzende des Schützenausschusses soll in Zukunft dem Gesamtausschuß angehören. Am 6. September wurde hier ein Bundesreiten abgehalten. Es wird beschlossen bis zum Schützenhaus und der Festwiese elektrische Leitung legen zu lassen. Für Legung bis zum Schützenhaus lautet der Kostenanschlag der "Luck" 2.000,00 Mark. Die Leitung in die Räume des Schützenhauses läßt der Pächter Herr Kühne auf seine Kosten ausführen. Die Rechnung dafür lautet auf 200,00 Mark. Die spätere Übernahme durch die Gesellschaft soll zum Selbstkostenpreis geschehen, bei 10 % jährlicher Abschreibung.

1926

Das 36. Schützenfest findet am 27., 28. und 29. Jni statt. Bei demselben gab Herr Otto Schultz den besten Schuß auf die Königsscheibe ab. Die Herren Richard Höde, Moritz Hessel, Arno Bory, Rudolph Hennig, Nerchau und Cl. Eschke, Schmorditz wurden als Mitglieder aufgenommen. Durch Tod schied Herr Arthur Weise aus. Der Fahnenträger Herr Arno Stolze legt sein Amt aus Gesundheitsrücksichten nieder. Sein Nachfolger wird Herr Max Seidel, dessen Stellvertreter Herr Hugo Dittrich. Die Schützenbrüder und die Eskadron beteiligen sich an dem 25jährigen Jubiläum des Radfahrvereins "Wanderlust". Von S.M. Otto IV. wird eine Königskette gestiftet. Es wird eine Klingelleitung nach dem Schießstand in Kabel gelegt.

1927-1932 weiter im Jahr 1927

Das 37. Schützenfest wurde am 26., 27. und 28. Juni abgehalten. Bei demselben errang Herr Paul Dietze, Würschwitz die Königswürde.
Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Otto Sommerlatte, Hermann Walter, Felix Rosch, Paul Haferkorn, Karl Rantzsch, Nerchau und Max Schneiderheinze, Trebsen. Herr Ernst Reißig wird als stellvertretender Platzmeister gewählt. Zur Deckung der durch Legung der elektrischen Leitung entstandenen Kosten werden Schuldscheine ausgegeben, wovon 40 Stück ausgelost wurden. Der Wert eines Schuldscheines ist 10,00 Mark. Es bleiben noch 74 Stück für spätere Auslosung übrig. Die Legung der elektrischen Leitung vom Schützenhause nach dem Festplatz wird durch Herrn Arno Bohry für einen Preis von 190,00 Mark ausgeführt. Es wird ein umgearbeitetes Gewehr Mod. 98 angeschafft. Herr Theodor Pautze legt sein Amt als Platzmeister nieder. An seine Stelle wählt man Herrn Bernhard Krämer. Von oben erwähnten Schuldscheine werden weitere 37 Stück ausgelost. Man beschließt, vom 1. Januar 1928 ab dem Wettinbund beizutreten.

1928

Das 38. Schützenfest wurde am 24., 25. und 26. Juni abgehalten. Bei demselben gab Herr Erich Knobloch, Grottewitz den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Als Mitglieder fanden Aufnahme die Herren Karl Timme, Walter Meißner, Kurt Kühne, Paul Müller, Nerchau, Arthur Rost, Würschwitz und Max Bellmann, Neichen. Durch Tod schieden aus die Herren Alexander Apelt und Franz Schuster. Beim Schießen am Schützenfestsonntag passierte leider ein schweres Unglück. Der Schulknabe Kunath, Trebsen, welcher in den Absperrungsbereich gelaufen war, wurde durch eine verirrte Kugel am Oberschenkel getroffen, wobei eine Schlagader verletzt wurde. Kunath starb auf dem Transport zum Wurzener Krankenhaus. Infolge dieses Vorkommnisses wurde der Schießstand von der Behörde gesperrt. Das Königsschießen wurde deshalb auf dem Kleinkaliberschießstand abgehalten. Von einem Schützenbruder, der nicht genannt werden will, wird eine Scheibenbüchse gestiftet. Man tritt dem Schützengau Niedersachsen bei. Die Zugführer erhalten Achselstücke. Der Tanzsalon wird ohne Tanzfläche für 350,00 Mark verkauft. Die Absicht, einen neuen Tanzsalon zu erbauen, läßt man bis auf Weiteres fallen, da man sich zur Zeit dringend nur mit dem Schießstand zu befassen hat.

1929

Das 39. Schützenfest wurde am 23., 24. und 25. Juni abgehalten. Bei demselben errang Herr Richard Berger die Königswürde.
Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Max Beiermann, Walter Fähnig, Robert Wachsmuth, Nerchau, Bruno Bufe, Gornewitz und Hellmuth Seidel, Fremdiswalde. Durch Tod schieden die Herren August Vogel, Emil Grötzsch und Ehrenmitglied Karl Schneider aus. Von den zur Deckung der Kosten für die elektrische Anlage ausgegebenen Schuldscheine werden die letzten 37 Stück ausgelost. Zur Förderung des Um-oder Neubaues des Schießstandes wird ein Ausschuß gewählt. Der Vorsitzende Herr Otto Pfütze legt sein Amt nieder. Weil infolge der vielen behördliche Vorschriften, welche der Gesellschaft gemacht werden, in bezug auf Absperrungsmaßnahmen usw. ein Schießen zum Schützenfest nicht möglich war, wurde beschlossen, einen unterirdischen Schießstand erbauen zu lassen, um späteren Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen. Die Ausführung desselben wurde dem Mindestfordernden Herrn Max Pfütze für 8.300,00 Mark Pauschalsumme übertragen. Die erforderlichen Sandfuhren übernimmt die Eskadron. Es wird eine Umlage von 20,00 Mark pro Mitglied erhoben, außerdem wurden mit 5 % zu verzinsenden Schuldscheine aufgelegt. Die Herrn Bernhard Eichler, Heinrich Thalemann, Nerchau und Richard Sander, Schmorditz, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Herr Max Döche erhält für 25jährige Mitgliedschaft das Ehrenzeichen und wird als 1. Vorsitzender gewählt. Der neue Schießstand ist fertig gestellt und von der Behörde abgenommen worden. Es findet noch ein Preisschießen statt.

1930

Das 40. Schützenfest, bei welchem auch die Einweihung des neu erbauten unterirdischen Schießstandes stattfand, wurde am 29., 30. Juni und 1. Juli abgehalten. Bei demselben gab Herr Arno Gruhl den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Erich Thalemann, Nerchau und Alfred Knobloch, Ragewitz. Durch Tod sind ausgeschieden die Herren, Heinrich Thalemann, Nerchau und Gustav Kleine Golzern. Man beteiligt sich beim ersten Schützenfest und der Schießstandweihe der Schützengesellschaft Trebsen. Weiterhin beteiligt man sich an dem 50jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr. Die Abrechnung über den Schießstandbau liegt vor. Sie schließt mit einem Gesamtbetrag von 9.176,90 Mark ab. Zur Deckung dieses Betrages wird eine Hypothek von 3.000,00 Mark aufgenommen und der noch verbleibende Rest zum größten Teil durch Ausgabe von Schuldscheinen getilgt. Die erste auf dem Schützenhause haftende und zur Zeit zur Aufwertung angemeldete Hypothek von 4.000,00 Mark ist mit 1.000,00 Mark aufgewertet worden. Die vom Wettinbund gestiftete Münze erhielt Herr Alfred Käbisch und zwar 1928 auf 10 Schuß mit 173 Ringen und 1929 auf 10 Schuß mit 180 Ringen.

1930

Das 41. Schützenfest fand am 28., 29. und 30. Juni statt. Bei demselben gab Herr Otto Böhme den besten Schuß auf die Königsscheibe ab.
Als Mitglieder wurden aufgenommen die Herren Kurt Wodke, Rud. Reißig und Erich Schwalbe, Nerchau. Herr Ernst Berge, welcher sich besondere Verdienste um die Gesellschaft erworben hat, wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
Für 25jährige Mitgliedschaft erhielt Herr Max Krake das Ehrenzeichen. Herr Erich Knobloch, Grottewitz wird für Herrn Oswin Kötz, welcher eine Wiederwahl ablehnt, in den Ausschuß gewählt. Es wird beschlossen auf 1 Jahr kein Eintrittsgeld zu erheben. Herr Max Seidel legt sein Amt als Fahnenträger aus Gesundheitsrücksichten nieder, sein Nachfolger wird Herr Rudolf Hennig. Die Bodenbretter vom alten Tanzsalon werden an die Brauerei Cannewitz verkauft. Es werden 16 Stück Schießstandanteilscheine ausgelost.

1932

50. Jubiläumsjahr
Das Jubeljahr war reich an Arbeiten. Es wurden abgehalten: 13 Ausschußsitzungen, 7 Versammlungen, 2 Hauptversammlungen. Der Mitgliederbestand setzt sich zusammen aus: 104 steuerzahlenden und 2 steuerfreien Mitgliedern sowie 7 Ehrenmitgliedern. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt die Schützenbrüder: Ernst Berge, Paul Kliemann, Hermann Keller, Paul Kühne, Louis Kötz, Ferdinand Foll in Nerchau und Richard Hanns, Grottewitz. Die 25jährige Mitgliedschaft erreichten die Schützenbrüder: Johann Harnbach, Arno Stolze, Bernhard Krämer, Emil Schwalbe und Paul Holzhausen. Angemeldet haben sich die Herren Hellmuth Pappisch, Curt Kötz, Werner Semmig, Würschwitz, Alfred Kurth, Deditz, Oskar Kriemig, Baurat Dr. Koch und Zahnart Dr. Bräuer, Nerchau. Abgemeldet haben sich Hermann Binder und Richard Höde. Durch Tod schieden aus Otto Pfütze, Ernst Heinke und Julius Böhm. Das Schützenfest verbunden mit der 50jährigen Gründungsfeier fand am 26., 27. und 28. Juni statt. Mit einem Kommers am Sonnabend wurde dasselbe eröffent. Der Turn-und Gesangsverein trugen zur Ausgestaltung des Abends bei. Herr Pfarrer Schmalfuß übernahm die Festrede. Von Emil Zeuner wurde ein Festausschuß ins Leben gerufen. Am Festzuge nahmen Festjungfrauen teil. Schützenfrauen überreichen eine Fahnenschleife und winden Girlanden zur Schmückung der Straßen. Am Festzuge beteiligten sich viele auswärtige Gesellschaften mit ihren Fahnen. Von unserer Gesellschaft haben sich 83 aktive Schützen beteiligt. Außerdem alle bürgerlichen Vereine der Stadt. Unserem derzeitigen Vorstand Max Döche gebührt noch besonderen Dank dafür, daß er durch gute Vorbereitung zu dem glänzenden Verlauf des Festes beigetragen hat, ebenso dem Königshaus Otto Böhme. Festzeitschrift und Berichte befinden sich im Protokollbuch. Die Königswürde errang Schützenbruder Arno Pfütze. Das übliche Preisschießen wurde am 9. Oktober abgehalten, Kränzchen fand am 25. Oktober statt. Das Ab-und Prämienschießen wurde am Ende der Saison abgehalten, mit demselben wurde die Nagelung unserer Fahne verbunden. Seine Majestät Arno regt an, einen Kleinkaliberschießstand zu errichten. Nach wahrgenommener Besichtigung und Sitzung des Gesamtvorstandes und Schießausschusses wurden die Vorarbeiten Baurat Dr. Koch übertragen. Das Wettinschießen in Chemnitz wurde von ca. 20 Kameraden besucht. Zu demselben wurde ein Ehrenpreis von 20,00 Mark gestiftet. Am Schießen beteiligten sich Max Döche, Alfred Käbisch und Paul Holzhausen, welche sich gute Resultate erschossen. Louis Kötz legt den Kassiererposten nieder, an seine Stelle wird Alfred Pflaume gewählt. Vom Ausschuß scheiden aus Moritz Oehmichen und Bruno Taubert. Selbige bitten von ihrer Wiederwahl Abstand zu nehmen. An deren Stelle werden Otto Böhme und Max Seidel gewählt. Die vom Wettinbund gestiftete Jahresbestmünze erhielt: 1930/31 für Freihand: Max Döche für Aufgelegt: Paul Holzhusen auf 15 Schuß mit 260 Ringen 1932 für Aufgelegt: Kurt Kühne auf 15 Schuß mit 240 Ringen
Von den für den Schießstandbau ausgegebenen Aktien wurden 15 Stück ausgelost.

1933-1938 Ab 1933

Ein Schützenball fand mit Tafel statt. Seine Majestät Arno übernahm den Wein auf seine Rechnung. Kamerad Erich Knobloch wird zum Adjudanten berufen. Es werden noch gewählt die Kameraden Otto Böhme als stellvertretender Schriftführer, Rudolf Hennig als stellvertretender Kassierer. Kamerad Theodor Lange tritt von seinem Posten als Fahnenjunker zurück. An dessen Stelle wird Kamerad Kurt Kühne gewählt, als Aushilfsjunker Kurt Wodke bestimmt. Seine Majestät Arno stiftet zum Bau eines Kleinkaliberschießstandes einen Betrag von ... M aus der Ministerkasse. Die Stadt soll gebeten werden, das Land dazu kostenlos zu überlassen. Die Kameraden Baumeister Paul und Emil Schwalbe wurden mit der Ausführung des Baues beauftragt. Laut Anschlag betragen die Kosten 3.092,25 Mark. Bis zum Eintreten des Frostes soll der Schießstand im Rohbau fertig gestellt sein. Die Eskadron der Gesellschaft erhält, ohne darum nachgesucht zu haben, aus der Gesellschaftskasse einen Betrag zum Abhalten eines Wettreitens. Die Höhe desselben wird in jedem Falle vorher festgesetzt. Die Gesellschaft beteiligte sich vollzählig am Nationalfeiertag am 1. Mai. Beim Schützenfest am 25., 26. und 27. Juni errang sich Kamerad Dr. Arthur Fritzsche die Königswürde. Bei diesem Schützenfest besuchte auch die Nerchauer Landsmannschaft in Leipzig ihre Heimat. Es wurden gewählt die Kameraden Max Döche zum ersten und Oswin Hörig zum zweiten Vorstand. Angemeldet haben sich die Herren Arno Hempel und Joh. Schwalbe. Abgemeldet hat sich Max Richter Schmorditz. Das Ehrenmitglied Ferdinant Foll schied durch Tod aus.

1934

Dem Kamerad Ernst Berge wird der Dank für seine langjährige aufopfernde Arbeit als stellvertretender Vorsitzender ausgesprochen. Königsball findet statt. Das Getränk zur Tafel übernimmt seine Majestät. Angemeldet haben sich Reinhold Zeug, Walter Schneiderheinze und Walter Keilitz; als Jungschützen: Hermann Pflaume, Armin Döche, Willy Pfühler, Horst Haase. Abgemeldet haben sich Dr. Breuer und Erich Born. Durch Tod schied aus Ehremitglied Hermann Keller. Die Signalarbeiten für den Kleinkaliberschießstand werden von Kamerad Joh. Schwalbe ausgeführt. Am 8. April Einweihung des Kleinkaliberschießstandes unter Beteiligung der Partei. Kleinkalibergewehr und Pistole werden angeschafft. Kamerad Max Döche und Alfred Käbisch stellen ihre Gewehre gleichzeitig jederzeit zur Verfügung. Das Bundesschießen in Leipzig wurde von 20 Kameraden besucht. Zum Vereinsdienstwart wird Kamerad Erich Schwalbe berufen, zum Werbewart Kamerad Rud. Hennig. Wehrsportleiter wird stellv. Vorstand Oswin Hörig. Beim diesjährigen 44. Schützenfest errang die Königswürde Kamerad Paul Schwalbe. Anteilscheine vom Groß- und Kleinkaliberschießstand werden ausgelost. Gauschießen Mügeln wurde besucht. Fahne wurde erneuert.

1935

Bei der Verleihung der Ehrenkreuze an Kriegsteilnehmer beteiligt sich die Fahnenabteilung. Am 24. März wurde das erste Opferschießen abgehalten. Vorstand gedenkt der so glanzvoll verlaufenen Saarabstimmung. Angemeldet haben sich die Herren Paul Heymer, Kurt Bufe, Hans Peritz und Alfred Arnold. Als Jungschützen die Herren Werner Zschau und Waldemar König. Abgemeldet: Alfred Kurth, Deditz, Paul Dietze, Würschwitz, Arthur Gruhl, Richard Gaitzsch. Durch Tod ausgeschieden Max Schneiderheinze, Trebsen.
Kamerad Theodor Pautze bittet, ihn von dem Posten als Zugführer zu entbinden. Kamerad Max Haase wird Zugführer. Rittmeister Paul Dietze legt sein Amt nieder. Kamerad Otto Winkler wird als Rittmeister berufen. Kleinkaliberanteilscheine werden ausgelost. Beim 45. Schützenfest errang die Königswürde Kamerad Ernst Reißig Gauschießen Zwickau wurde von der Fahnenabteilung besucht. Seine Majestät Ernst stiftet zur Förderung des Schießsports und zum Bau des Kleinkaliberschießstandes 300,00 Mark aus der Ministerkasse. Anteilscheine werden ausgelost. Kamerad Krämer legt sein Amt als Platzmeister nieder, als sein Nachfolger wird Kamerad Richard Schmidt berufen.

1936

Angemeldet haben sich die Herren Walter Leipnitz, Löbschütz, Arthur Pfütze, Neichen, Fritz Schneiderheinze, Altenhain, Martin Bretschneider, Ehrh. Müller, Arno Andrä, Kurt Metzner, Nerchau. Abgemeldet Zieler Thiele, Bernahrd Krämer, Erich Knobloch, Robert Wachsmuth, Helmuth Seidel, ferner durch Tod ausgeschieden: Moritz Oehmichen. Opferschießen fand am 15. März statt. Von seiner Majestät wird die Reichssportflagge gestiftet. Auf Veranlassung und Opferbereitschaft seiner Majestät fand am Montag in Verbindung mit unserem Schützenfest ein großangelegtes Schulfest statt. Von S. M. Ernst IV. Ministerium wurden der Gesellschaftskasse 320,00 Mark überreicht. Königsschießen in Wurzen wurde besucht. Bei dem 46. Schützenfest 1936 errang die Königswürde Kamerad Arno Hempel 54 Pflichtanteilscheine wurden zurückgezahlt. Die Kameraden Ernst Reißig und Erich Knobloch opfern ihre Anteilscheine und stiften eine Reichssportfahne.

1937

Angemeldet Herbert Dutschke, Herbert Hentschel Paul Kluge, Fritz Bandrock, Helmut Schwalbe. Durch Tod ausgeschieden Willy Bauer und Ehrenmitglied Hermann Hessel. Abgemeldet: Arthur Wetzig, Alfred Kurth, Walter Leipnitz, Kurt Wodke, Paul Haferkorn, Willy Pfüller. Unsere Gesellschaft gehört zum Kreis 4. Kreishauptmannschaft Leipzig. Das Opferschießen erbrachte den schönen Betrag von 53,00 Mark. Das Kreissportfest Leipzig findet vom 19. bis 27. Juni statt. Ein Zug mit Fahne nimmt an demselben teil. Seine Majestät finanziert die Kinderbelustigungen und stiftet eine Wehrmannbüchse. Als stellvertretender Fahnenträger wird Kamerad Kurt Kühne berufen. Bei dem 47. Schützenfest errang die Königswürde Kamerad Kurt Kötz Unser Schützenfest hatte durch Hochwasser zu leiden. Der Platz mußte geräumt werden. Das Wettreiten konnte nicht stattfinden. Kamerad Kurt Metzner errang zum Kreissportfest einen Preis in Kleinkaliber mit 132 Ringen. Kamerad Alfred Käbisch legt sein Amt als Schützenmeister nieder. Auf Grund seiner schießtechnischen Erfahrungen und seiner jederzeitigen Hilfsbereitschaft zum Wohle unserer Gesellschaft und des gesamten Schießsports wird er in den Beirat berufen. Schützenhauspächter Paul Kühne tritt aus Gesundheitsrücksichten von seinem Pacht zurück.

1938

Vorstand Max Döche, welcher 9 Jahre die Gesellschaft leitete, lehnt eine Wiederwahl ab. In Anbetracht seiner großen Verdienste hat ihn der Ältestenrat zum Ehrenmitglied ernannt. Kamerad Kurt Kühne wird als Schießleiter berufen. Kamerad Oswin Hörig, bisheriger 2. Vorstand, wird einstimmig zum 1. Vorstand gewählt. Zum Meisterschaftsschießen erhielten in Großkaliber Kamerad Käbisch die silberne Medaille Kamerad Döche die bronzene Medaille, ferner in Kleinkaliber Kamerad Curt Metzner die silberne Medaille. Kamerad Erich Schwalbe wird zufolge einstimmiger Abstimmung zum 2. Vorstand berufen. Für seine 25jährige Tätigkeit als Schriftführer wird Kamerad Paul Holzhausen vom Deutschen Schützenverband eine Ehrenurkunde überreicht. Als Kassenbote wird unser Schriftleiter beim Schießen Erich Schuster eingesetzt. Angemeldet die Herren Martin Gatzsche, Herber Geyer, Kurt Träger, Heinz Metzner. Abgemeldet: Waldemar König jun., Hans Hambach, Paul Heymer, ferner durch Tod ausgeschieden Ehrenmitglied Reinhold Zeug. Seine Majestät stiftet 50,00 Mark zur Munitionsverbilligung, um den Schießsport zu fördern. Kamerad Bandrock erhält die Bewirtschaftung des Schützenhauses übertragen, dasselbe erhält Telefon und Wasserleitung. Die Erdarbeiten führt die Baufirma Koch & Andrä aus, die Rohre läßt die Stadtgemeinde auf ihre Kosten verlegen. Unser Heim wird innen und außen gründlich renoviert. Seine Majestät stiftet einen neuen Herd und Kessel für die Küche. Die Bauarbeiten werden von Kamerad Erich Schwalbe, die Malerarbeiten von Kamerad Otto Böhme ausgeführt. Kamerad Rudolf Reißig wird zum Rittmeister ernannt. Der Vorstand wird als Mitarbeiter im Unterkreis Grimma berufen. Beim Neubau des Hitlerjugendheimes beteiligt sich die Gesellschaft an den Erdarbeiten in 2 Abteilungen.
Kamerad Kurt Metzner ist Vereinsmeister im Kleinkaliber für 1938, Kamerad Max Döche ist Vereinsmeister im Großkaliber für 1938. Beim 40. Schützenfest errang Kamerad Kurt Kühne die Königswürde. -letzte Eintragung !